Berufsausbildung für die Kinder von Prostituierten

Da das Heim Nijoloy mittlerweile voll belegt ist und zur Zeit keine neuen Kinder aufgenommen werden können, haben wir nach Alternativen für die Jugendlichen im Rotlichtviertel gesucht. Sie sollen eine Berufsausbildung erhalten, um später aus dem Milieu herauszukommen und sich nicht wie ihre Mütter prostituieren zu müssen oder zu Zuhältern zu werden.

Seit 2013 gibt es einen neuen Unterrichtsraum, in dem die Ausbildung stattfindet. Dieser kann nachts auch als Schutzraum für die Kinder verwendet werden. Grundsätzlich sollen die Mädchen und Jungen zunächst eine Computerschulung erhalten, da solche Kenntnisse mittlerweile in fast allen Berufen von Nöten sind. Hauptsächlich die Mädchen werden im Schneidern geschult und in der Herstellung von traditionellen Taschen und Kleidung. Der heimische Markt für Saris und andere Kleidung ist unerschöpflich, vor allem, weil es in Indien eine Kleidungstradition gibt, die andernorts kaum verbreitet ist.

In der Ausbildung erlernen die Jugendlichen auch, wie sie ihre Produkte verkaufen können und werden mit allgemeinem Management vertraut gemacht. Schließlich werden sie auch dahingehend unterstützt, ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Jährliche Kosten:

Computerkurs (10 Teilnehmer): 79.600Rs (1.137€)
Schneidern und Sticken (6 Teilnehmerinnen): 81.400Rs (1.163€)